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Chemiefreier Kalkschutz mit BIOCAT

Bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser durch die Wasserversorger wird auf höchste Qualität geachtet. Die Verantwortung des Wasserversorgers für die Trinkwasserqualität endet jedoch an der Wasseruhr. Ab dieser Stelle bis zum letzten Wasserhahn sind wir als Gebäudeeigentümer für die Qualität Ihres Trinkwassers zuständig. Gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik müssen aus hygienischen Gründen Ablagerungen und Inkrustierungen aufgrund von Korrosion und Kalksteinbildung so gut wie möglich vermieden werden. Kalkschutzmaßnahmen sind daher in Hartwassergebieten, wie München, verpflichtend.

Kalkablagerungen in Rohrleitungen und Warmwasserspeichern sind unter anderem mitverantwortlich dafür, dass sich Mikroorganismen dauerhaft ansiedeln, unzulässig vermehren und einen starken Biofilm ausbilden. Aus hygienischen Gründen müssen daher Kalkablagerungen minimiert werden.

Auch kann kalkhaltiges Wasser in den technischen Anlagen (z.B. Wärmetauschern) zu einer Isolation der Flächen führen. Durch die schlechtere Energieübertragung sinkt der Wirkungsgrad (Kalk-Wärme-Sperre), was in der Regel zu steigenden Energiekosten für die Verbraucher (=Mieter) führt. Beispielsweise führt eine 3mm dicke Kalkschicht in einem 15mm Kupfer-Rippenrohr zu einem Energie-Mehraufwand von ca. 25%.

Auf der anderen Seite hat Kalk im Trinkwasser auch einige positive Eigenschaften:

  • Die Mineralien Calcium und Magnesium sind notwendig für die richtige Arbeitsweise unserer Muskeln und Stoffwechsel. Außerdem ist Calcium die wichtigste Komponente im Aufbau von Knochen.
  • Der Dachverband Osteologie e.V. empfiehlt z.B. als Basistherapie für Osteoporosepatienten ab 60 Jahren, eine Zufuhr von 1.000mg Calcium pro Tag mit der Nahrung aufzunehmen.
  • Kalk ist ein Geschmacksträger. Die im Kalk enthaltenen Mineralstoffe sorgen für den guten Geschmack de Trinkwassers.

Auf dem Markt stehen grundsätzlich diverse Verfahren bereit, um den negativen Auswirkungen von Kalk entgegenzuwirken. Die beiden gängigsten Verfahren sind:

  • Enthärtung durch Ionentauscher: Es werden die Härtebilder Calcium und Magnesium beim Durchfließen des Ionentauscherharzes gegen Natrium getauscht. Bei der Reduzierung der Wasserhärte um 1 °dH steigt der Natriumgehalt jedoch um 8,2 mg/l an. Die Mieter sind nach §16 (4) TrinkwV entsprechend zu informieren.
  • Chemiefreie Trinkwasserbehandlung: Durch die Bildung von kleinsten Kalkkristallen aus dem Leitungswasser, welche anschließend wieder an das vorbeifließende Wasser abgegeben werden, wird der Kalk im Trinkwasser erhalten. Dies erfolgt meistens in einer elektro-chemischen Zelle.

Nach langer Recherche verschiedenster Kalkschutzverfahren haben wir uns für die Schwabinger Gerberhöfe für das BIOCAT-Verfahren, der Firma WATERCryst entschieden. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine chemiefreie Trinkwasserbehandlung, welche jedoch nicht in elektro-chemischen Zellen durchgeführt wird. Beim BIOCAT-Verfahren kommt ein biologisches Katalysator-Granulat zum Einsatz, welches den Prozess der Biomineralisierung (wie beispielsweise in Korallen oder Muscheln) nachahmt. Viele Eigentümer scheuen die hohen Investitionskosten, jedoch profitieren die Mieter von den geringen Betriebs- und Wartungskosten.

Die Vorteile von BIOCAT auf einen Blick:

  • Umweltschutz durch CO2-Einsparung
  • Das Trinkwasser wird in seiner Zusammensetzung nicht verändert
  • Kalkschutz ohne Aufbereitungsstoffe und damit keine Veränderung des Trinkwassers im Sinne der TrinkwV.
  • Keine Salz- und Phosphatfrachten im Abwasser
  • Keine Auswirkung auf die Trinkwasserversorgung gegenüber Menschen, die sich natriumarm ernähren sollten oder wollen (Säuglinge oder kranke und alte Menschen), da keine Erhöhung des bereits natürlich im Wasser vorhandenen Natriums erfolgt.

 

Quellen:

[1] WaterCryst Prospekt: „Verwantwortungsvoll – Kalkschutz mit Biocat.“, Stand 12/2016

[2] Internet: http://www.watercryst.com, Aufgerufen am 19.06.2017

 

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